muay thai

Es ist ist der 17. März, ein sehr besonderer Tag in Ayutthaya, den großen Thaiboxstadien und in vielen Trainingscamps in ganz Thailand.

Heute wird der sogenannte Vater des Muay Thai, Nai Khanom Tom geehrt und gefeiert. Nai Khanom Tom war 1774 einer der vielen siamesischen (Thailands ursprünglicher Name: Siam) Gefangenen des König Mangra aus Burma. Er wurde nach der burmesischen Invasion in das Königreich Ayutthaya, der ehemaligen Haupstadt Siams bzw. Thailands in Gefangenschaft genommen und anschließend von dort nach Burma verfrachtet.
Eines besonderen Tages, an dem eine Art Festival im königlichen Hof stattfand, beschloss König Mangra Nai Khanom Tom gegen seine burmesischen Kämpfer antreten zu lassen, um Muay Boran, das traditionelle Thaiboxen mit Lethwei, dem burmesischen Boxen zu vergleichen.

Als Nai Khanom Tom vor seinem Kampf gegen den burmesischen Champion antritt, führte er die Wai Khru Zeremonie (eine Art „Tanz“, der vor einem Kampf im Ring aufgeführt wird) durch, um seine Lehrer und Vorfahren zu ehren. Als er anschließend durch K.O. gewann, wurde sein Sieg jedoch als ungültig erklärt, weil die Wai Khru Zeremonie den burmesischen Champion angeblich abgelenkt habe.
Daraufhin wurde Nai Khanom Tom aufgefordert gegen neun weitere Burmesen zu kämpfen, um die thailändische Kampfkunst und sein Können endgültig auf die Probe zu stellen. Er gewann alle neun Kämpfe und seine Freiheit zurück. Und obendrein machte er das Kampfsystem, was wir heute weltweit als Muay Thai oder Thaiboxen kennen, gefürchtet und bekannt.

Seitdem ist in Thailand jedes Jahr am 17. März nationaler Muay Thai Tag. Ein Tag, auf den viele Thais sehr stolz sind.

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